Zitiert: „False Balance“

Journalisten bemühen sich, alle Aspekte einer Sache zu beleuchten und verschiedene Seiten zu Wort kommen zu lassen – und können im Zweifel zu einer „False Balance“ beitragen. Das geschieht, wenn sie einen anderen Teil ihres Jobs vernachlässigen: das Einordnen. Es ist ihre Aufgabe, einzuordnen, wer von wissenschaftlichem Konsens gedeckt ist, wer echte Expertise und Relevanz im Konflikt hat – und wer nur Bücher verkaufen will.

Nach den vielen Lehren aus der Corona-Pandemie würde ich sehr gern viel mehr Journalisten sehen, die diesen zweiten Teil ihrer Aufgabe auch ernst nehmen. Denn auch davon wird gravierend abhängen, wie gut wir durch die Klimakrise kommen werden.

Marina Weisband, mediasres, 09.06.2021 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)