Es herrscht also kein Mangel an berechtigter Kritik an den von der FIFA und ihrer Welt-Regie bestimmten Inszenierungen und Show-Einlagen wie auch am endlosen Gerede davor und danach, auf das die deutschen Senderechte-Käufer schon deswegen setzen mussten, um ihre hohen Kosten pro Fußball-Minute zumindest auf die lange Dauer zu senken.
Dass so viele Menschen so vieles trotzdem mitbekommen und oft sogar gesehen haben, zeigt aber auch: Als Medien-Ereignis hat die WM offenbar trotz allem funktioniert – so sehr man sich auch Distanz zum FIFA-Kommerz oder zum immer noch unsympathischeren Ex-Freund USA wünschen mochte.
Christian Bartels, MDR Altpapier, 22.07.2026 (online)

