Die Lösung: Profit- und konzernfreier Journalismus in Genossenschaften stärkt Medienfreiheit und Demokratie. Gäbe es die taz noch ohne Kooperative? […9
In Deutschland war die taz die erste Mediengenossenschaft. Sie zeigte, dass das Modell funktioniert, und regte dadurch weitere Gründungen an. […]
Mediengenossenschaften sind Teil des Non-Profit-Journalismus, der Meinungsfreiheit und Demokratie stärkt. Beispiele hierfür sind Correctiv, FragDenStaat, Kontext, Netzpolitik oder Investigate Europe. Der Bereich könnte stark ausgeweitet werden, wenn der Staat anerkennen würde, dass Qualitätsjournalismus fürs Gemeinwohl arbeitet und Spenden dafür steuerrechtlich absetzbar sind.
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Es ist ja nicht einzusehen, warum Bridgeklubs und Hundesport als gemeinnützig gelten, nicht aber guter Journalismus. Die Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche und andere Akteure haben hier immer wieder Änderungen gefordert. Die Ampelkoalition wollte das wohlwollend prüfen, hat das dann aber nicht mehr ausgeführt.
Ute Scheub, taz.de, 15.03.2025 (online)