Zitiert: Genossenschaft als Medienmodell

Die Lösung: Profit- und konzernfreier Journalismus in Genossenschaften stärkt Medienfreiheit und Demokratie. Gäbe es die taz noch ohne Kooperative? […9

In Deutschland war die taz die erste Mediengenossenschaft. Sie zeigte, dass das Modell funktioniert, und regte dadurch weitere Gründungen an. […]

Mediengenossenschaften sind Teil des Non-Profit-Journalismus, der Meinungsfreiheit und Demokratie stärkt. Beispiele hierfür sind Correctiv, ­FragDenStaat, Kontext, Netzpolitik oder Investigate Europe. Der Bereich könnte stark ausgeweitet werden, wenn der Staat anerkennen würde, dass Qualitätsjournalismus fürs Gemeinwohl arbeitet und Spenden dafür steuerrechtlich absetzbar sind.

[…]

Es ist ja nicht einzusehen, warum Bridgeklubs und Hundesport als gemeinnützig gelten, nicht aber guter Journalismus. Die Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche und andere Akteure haben hier immer wieder Änderungen gefordert. Die Ampelkoalition wollte das wohlwollend prüfen, hat das dann aber nicht mehr ausgeführt.

Ute Scheub, taz.de, 15.03.2025 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)