Ich betrachte unser gesamtes Programmangebot jeden Tag relativ intensiv. Ich kann nicht erkennen und sehe auch keine Belege dafür, dass wir insgesamt unausgewogen wären. Unser Fokus ist es, guten Journalismus zu liefern. Deswegen vermisse ich auch keine konservative Stimme. Gute journalistische Arbeit entsteht nicht durch eine politische Orientierung, sondern durch fundierte Recherche und differenzierte Darstellung. Wir müssen als Journalisten anerkennen, dass wir alle von bestimmten Milieus geprägt sind. Darum diskutieren wir regelmäßig, wie wir sicherstellen können, dass sich in unseren Redaktionen unterschiedliche Lebensrealitäten und Erfahrungen widerspiegeln. Alt-jung, Frau-Mann, Stadt-Land und Ost-West, Nord-Süd, das ist eine Daueraufgabe.
Christine Strobl, sueddeutsche.de, 09.12.2025 (online)

