Zitiert: Hate Speech ist kein „linkes Instrument“

Von rechts kommen professionalisierte Hatespeech-Kampagnen aus großen Netzwerken, die sich fast nur noch mit künstlicher Intelligenz nachverfolgen lassen. Diese Netzwerke werden von kleinen, sehr aktiven Gruppen befeuert, wie wir das auch aus dem Dschihadismus kennen. Von links wird Hatespeech punktuell bei Demonstrationen und Polizeieinsätzen benutzt, über die Journalisten kritisch berichten. Auch Rechtspopulisten und Rechtsextremisten werden angegriffen, wenn sie sich rassistisch äußern, aber das ist punktuell und verschwindet wieder. Hatespeech ist kein linkes Instrument. Es gibt dafür keine Communitys. Für Rechtsextreme ist sie das hingegen schon.

Andreas Zick, faz.net, 08.05.2020 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)