Zitiert: Informationelle Selbstbestimmung und Datensouveränität anders praktizieren

Wir müssen informationelle Selbstbestimmung und Datensouveränität anders denken und anders praktizieren. Die Infrastrukturen wurden großteils von privaten Unternehmen gebaut, die sie nun kontrollieren. Die Politik ist da mit ihrer Latenzzeit immer hinterher. Und sie lässt sich ihre Regulationsmechanismen von den Firmen diktieren. Die Frage ist, ob es möglich ist, dass sich da Zukunft Instanzen dazwischenschalten, die eine Garantie und einen Schutz für Bürgerinnen und Bürger gewährleisten können. […]

Da gibt es vor allem für die sozialen Medien die Drogenanalogie. Es ist auffallend, dass der Begriff „user“ hauptsächlich im Bereich der Technologieplattformen und sonst für den Drogenmissbrauch benutzt wird. Als Menschheit sind und bleiben wir für beides anfällig. Das Ausmaß der Sucht und der gesundheitliche und psychische Schaden jedoch kann durch Aufklärung und die richtigen Gesetze verringert werden.

Paul Feigelfeld, sueddeutsche.de, 28.03.2025 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)