Zitiert: KI-Fakenews beschweren sich über KI-Fakenews

Geht man noch einen Schritt zurück und schaut sich das Panorama aus einiger Entfernung an, erkennt man: Die vielen Verwerfungen auf dem Medienmarkt kommen nahezu allesamt dadurch zustande, dass die Technik schon da ist, aber passende Regeln und eine Vorstellung von einem vernünftigen Umgang mit den neuen Möglichkeiten noch fehlen.

Ein Beitrag des NDR-Medienmagazins „Zapp“ von vor einer Woche zeigt anhand mehrerer Fälle, wie schwer Nachrichtenredaktionen sich mit der wachsenden Flut KI-generierter Bilder tun. Und das Problem sind nicht nur die Bilder. […]

Joshua Benton berichtete vor zwei Wochen für das „Nieman Lab“ über einen besonders bizarren Fall: Eine vermeintlich investigative Geschichte behauptete, ein rechtsgerichtetes Medienunternehmen habe in Alabama 47 Lokalzeitungen aufgekauft, die Redaktionen entlassen, die Blätter mit KI-Texten gefüllt und so schließlich zugrunde gerichtet. Kleiner Haken: Der Bericht war selbst KI-generiert, es stimmte praktisch nichts.

Ralf Heimann, MDR Altpapier, 16.07.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)