Es reicht fürs Erste, wenn wir dafür sorgen, dass unsere Kommunikation nicht mehr nach kapitalistischen Gesichtspunkten gestaltet wird, sondern nach der Frage: Was nützt den Menschen, was zaubert das Gute aus uns raus? Momentan sind die Plattformen ganz stark so gestaltet, dass sie das Schlechteste aus uns herauskitzeln. Und hier brauchen wir ein Umdenken. Wir wollen, wir müssen das Gute aktivieren. Wir sehen gerade, wie viele Menschen auf die Straße gehen – doch das verhallt. Und das liegt nicht daran, dass diese Menschen nicht mit genug Energie unterwegs wären. Das liegt daran, dass sie ein Holzschwert in der Hand haben und gegen einen Feind kämpfen, der mit modernster Waffentechnologie kämpft. Wir müssen endlich kapieren, dass das so nicht funktionieren kann.
Leena Simon, taz.de, 01.03.2025 (online)