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ganztägig „Eigentum, Medien, Öffentlichkeit“ @ Wirtschaftsuniversität Wien
„Eigentum, Medien, Öffentlichkeit“ @ Wirtschaftsuniversität Wien
Mai 12 – Mai 14 ganztägig
Tagung des Netzwerks Kritische Kommunikationswissenschaft mit dem Department of Economics der Wirtschaftsuniversität Wien Themenfelder sind: Repräsentation des Eigentums in den Medien konzentriertes und ungleich verteiltes Eigentum an Medien und Medientechnik subjektivierende Effekte des Medieneigentums Effekte[...]
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    Zitiert: Livestreaming von Radioprogrammen wächst stärker als in Summe die Nutzung von Online-Audioinhalten auf Abruf

    Nur auf den ersten Blick erstaunlich, im aktuellen Kontext betrachtet aber durchaus nachvollziehbar ist das Ausmaß des Anstiegs der Webradionutzung. Rund jeder zweite ab 14-Jährige in Deutschland hört mittlerweile zumindest gelegentlich Radio über das Internet (50,9 Prozent). Der Anteil der Webradionutzer liegt damit aktuell um gut 9 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Damit hat das Livestreaming von Radioprogrammen sogar stärker zugenommen als in Summe die Nutzung von Online-Audioinhalten auf Abruf. Viele der zahlreichen, seit Mitte März veröffentlichten Studien zur Mediennutzung in Zeiten von Corona bescheinigen der Webradionutzung eine ähnliche Entwicklung nach oben. Stellvertretend sei hier mit der Sonderauswertung der ma IP Audio auf das prominenteste Beispiel verwiesen.

    Konform mit der ma IP Audio geht dabei auch der überdurchschnittliche Anstieg der Nutzung der Simulcast-Sender um 13,5 Prozentpunkte auf 42,3 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren, die zumindest gelegentlich Radioprogramme hören, die auch über einen anderen, klassischen Ausspielweg wie UKW oder DAB+ empfangen werden können. Etwa halb so viele zählen mit 20,1 Prozent mittlerweile zum gelegentlichen Hörerkreis von Online-Submarken und genuinen Webradioprogrammen (+ 5,8 bzw. + 7,8 Prozentpunkte). Mit konkreten Zahlen belegen kann es der OAM zwar nicht, aber allein das Ausmaß des Anstiegs der Nutzung von Simulcast-Programmen legt die Vermutung nahe, dass es sich hierbei nicht in jedem Fall um zusätzliche Radiohörer handelt, sondern viele das Netz alternativ zu UKW oder DAB+ wählen. Für einen großen Teil der Hörer von Simulcast-Programmen ist das Internet allerdings alternativlos. 40,8 Prozent von ihnen geben an, deshalb (auch) Simulcast-Sender online zu hören, weil diese an ihrem Wohnort nicht über UKW oder DAB+ empfangen werden können.

    Noch rasanter als die Webradionutzung insgesamt steigt der Anteil der Nutzer, die täglich oder fast täglich Radio über das Internet hören, nämlich um 36 Prozent auf ein Viertel der Bevölkerung ab 14 Jahren (25 Prozent). Weitere 14,7 Prozent schalten mindestens einmal pro Woche ein. Auf die Frage an die monatlichen Nutzer, welche Inhalte sie über Webradio hören, geben die meisten „Nachrichten“ an (80,8 Prozent). Mit 75,9 Prozent Nennungen liegen regionale und lokale Themen, wenn auch nur knapp, vor Musik (75 Prozent). ….

    Für die jüngeren Altersgruppen spielt das lineare Radio nicht die herausragende Rolle. Ob sich dies mit zunehmendem Alter ändern wird, ist schwierig vorherzusagen. Stand jetzt decken die 14- bis 29-Jährigen ihren Audiobedarf ort- und zeitunabhängig auf Abruf. Schon im letzten Jahr war der Anteil der On-Demand-Hörer bei den unter 30-jährigen auf 93,8 Prozent gestiegen.

    Audio-Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten 2020, S. 33 f. (online)

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    Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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    Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)