Zitiert: Medienintermediär oder/und Inhalteanbieter

Google galt bislang vor allem als sogenannter Medienintermediär, also als Vermittler, der fremde Inhalte auswählt, sortiert und über Links zugänglich macht, sozusagen als Kioskbetreiber, der auf seinen Suchseiten das in die Auslage legt, was andere hergestellt haben.

Neu ist die Feststellung der Medienaufsicht: Formuliert eine KI Antworten selbst, können Google oder Perplexity nicht mehr nur Vermittler, sondern auch Inhalteanbieter sein.

Bei den Quellenlinks, zum Beispiel den Google-Ergebnissen, bleiben die Unternehmen dagegen Medienintermediäre und müssen deshalb transparent machen, nach welchen Regeln sie Medien auswählen und dürfen journalistische Angebote nicht grundlos benachteiligen.

Ralf Heimann, MDR Altpapier, 16.07.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)