Zitiert: Mehr Transparenz und Rückkopplung für mehr Qualität im Mediengeschäft

Auch Profis in den Redaktionen posten in sozialen Netzwerken und auf Newssites leider oftmals schneller, als sie denken können. … Nahezu ungehört bleiben dagegen seit Jahren Medienforscher, die mehr Transparenz im Mediengeschäft fordern: Schonungslose Fehlerberichtigung, nicht nur im Kleingedruckten; Ombudsleute, die unabhängig von den Redaktionen Beschwerden über fehlerhafte oder einseitige Berichterstattung nachspüren und öffentlich erklären, weshalb etwas schiefgelaufen ist. Und eine Berichterstattung über Medien und Journalismus, die nicht nur Ruhmestaten der “Vierten Gewalt” anpreist, sondern den Journalismus und die Medien genauso gründlich, kritisch und kontinuierlich begleitet, wie das derzeit noch bei den anderen drei Gewalten, der Exekutive, der Legislative und der Judikative geschieht.

Stephan Russ-Mohl, tagesspiegel.de, 13.01.2019 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)