Zitiert: Muss man Kinderbücher umschreiben?

Ich bin dafür, dass diese Bücher weiterhin da sind, aber ich bin auch für Änderungen einzelner Stellen. Wenn es Änderungen gab oder Streichungen, müssen die alle im Buch erklärt werden. Und dann geht es los, dann rein ins Vergnügen. Wie diese Änderungen im Detail aussehen, müssen wir noch miteinander verhandeln. Da zähle ich auf Menschen, die Weitsicht haben, die wissen, wie vorgelesen und gelesen wird. […]

Dem Vierjährigen liest man eine neue Version vor. Aber wir müssen das wissen, denn wir sind nicht nur die, die vorlesen. Wir sind auch die, die sich mit anderen Eltern austauschen und verständigen. Ich möchte keine Hysterie, ich möchte nicht dieses „Jetzt dürfen wir das auch nicht mehr sagen“. Das ist nur ein Zitat, dieser Satz wird mir selbst nie über die Lippen kommen. Uns wird nichts verboten, aber wir können doch von uns selber erwarten, uns auseinanderzusetzen.

Anke Engelke, sueddeutsche.de, 26.01.2024 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)