Die nächste Anmeldung für die Jahre 2029 bis 2033 basiert auf Effekten, die durch die Umsetzung des Reformstaatsvertrags zu erwarten sind. Die KEF rechnet selbst mit Einsparungen für diesen Zeitraum durch das Federführungsprinzip, die Schaffung zentraler Einheiten, Zusammenlegung zentraler Shared Services und so weiter. Dennoch benötigen wir eine Vereinbarung, wie wir das Beitragsverfahren so organisieren, dass künftige Erhöhungen, von denen ich ausgehe, durchsetzbar sind, ohne eine politische Krise auszulösen. Ohne Beitragserhöhung würde jede Inflation oder jeder neue Tarifvertrag zu einer weiteren Verkleinerung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks führen. Wir würden dann alle paar Jahre feststellen müssen, dass die Beitragsmittel für den definierten Auftrag nicht ausreichen, und müssten jeweils neu verhandeln, was die Sender künftig sein lassen sollen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir damit erfolgreicher wären als mit einem teilautomatisierten Beitragsmechanismus. Wir benötigen in einer Zeit, in der immer mehr Menschen die Sorge haben, ob sie Informationen vertrauen können, qualitativ hochwertige Angebote, seien es öffentlich-rechtliche oder private, und die kosten nun mal Geld.
Carsten Brosda, faz.net, 07.07.2026 (online)

