Zitiert: Presse muss auch einmal „öffentliche Meinung gegen sich aufbringen“

Ein Präsident, sagte Kennedy, sollte keine Angst davor haben, dass die Öffentlichkeit sein Regierungsprogramm mit kritischem Blick betrachte. Dafür sei die Presse da, die Presse – und natürlich berief er sich auf das First Amendment -, „die nicht in erster Linie amüsieren und unterhalten, nicht das Triviale und Sentimentale betonen“ solle. Schon gar nicht sei es ihre Aufgabe, „dem Volk zu geben, was es haben will“, vielmehr gehe es darum zu informieren, aufmerksam zu machen, zu reflektieren, zu leiten, zu formen und zu bilden. Und dann sagt er etwas Unglaubliches – „und manchmal die öffentliche Meinung gegen sich aufzubringen“.

Willi Winkler, sueddeutsche.de, 07.03.2025 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)