Ein Präsident, sagte Kennedy, sollte keine Angst davor haben, dass die Öffentlichkeit sein Regierungsprogramm mit kritischem Blick betrachte. Dafür sei die Presse da, die Presse – und natürlich berief er sich auf das First Amendment -, „die nicht in erster Linie amüsieren und unterhalten, nicht das Triviale und Sentimentale betonen“ solle. Schon gar nicht sei es ihre Aufgabe, „dem Volk zu geben, was es haben will“, vielmehr gehe es darum zu informieren, aufmerksam zu machen, zu reflektieren, zu leiten, zu formen und zu bilden. Und dann sagt er etwas Unglaubliches – „und manchmal die öffentliche Meinung gegen sich aufzubringen“.
Willi Winkler, sueddeutsche.de, 07.03.2025 (online)