Zitiert: Rationalisierung führt bei ARD zu Abbau von Vielfalt und Verflachung

Viel ist von rationalisierenden Zusammenlegungen von Programmen und Redaktionen die Rede. Ist aber nicht Vielfalt der lebendige Ausdruck von Demokratie? Auch die Regionalprogramme der Öffentlich-Rechtlichen, der Blick auf das Lokale, auf die „kleinen“ Ereignisse vor der Haustür ist für den Zusammenhalt der Gemeinschaft unverzichtbar. Dem müssen die Sender auch in der Praxis Rechnung tragen.

Wenn das aber allein darauf hinausläuft, die Nutzer dort „abzuholen“, wo sie sind und sie nicht im Sinne eines Bildungsauftrags auch in das Unbekannte mitzunehmen, führt das zwangsläufig zur Verflachung des Programms. Ausdruck dieser Tendenz ist der von rbb und WDR eingeführte „erweiterte Kulturbegriff“. Als ob es jetzt Aufgabe der Sender wäre, zu definieren, was Kultur ist. Das ist eine maßlose Selbstüberschätzung.

Gerhart Baum: Worauf es bei der Reform von ARD und ZDF ankommt. faz.net, 16.04.2021 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)