Wir brauchen einen Rechterückbehalt, wie wir ihn auch politisch fordern – in Anerkennung der kreativen Leistung und des Produktionsrisikos der Produzentinnen und Produzenten. Um ein Unternehmen auf eine gesunde, breite Basis zu stellen, geht es nicht ohne Rechte. Ich vergleiche das immer gern mit der Produktion eines Stuhls: Wenn mein Design dem Kunden gefällt, kauft er den Stuhl und bezahlt dafür hundert Prozent der Herstellungskosten plus die eingerechnete Marge. Trotzdem gehören Entwurf und Prototyp weiterhin mir. Hier braucht es eine faire Aufteilung.
Sabine de Mardt, dwdl.de, 04.02.2026 (online)

