Zitiert: Regierung streitet um Filmförderung

Finanzminister Klingbeil möchte die Filmförderung mit einer Investitionspflicht für Streaminganbieter wie Netflix und Disney flankieren. Die Union wittert einen Interessenkonflikt. […] Schon bei der Förderaufstockung im Sommer wurde in der Öffentlichkeit eine Frage diskutiert, die jetzt wieder gestellt wird: Hat der Geldsegen für die deutsche Filmbranche auch etwas mit einem Vertrauten von Klingbeil zu tun? Staatssekretär Björn Böhning (SPD) gilt als einer der engsten Mitarbeiter des Vizekanzlers. Bevor er im Mai in das Finanzministerium wechselte, arbeitete Böhning als Lobbyist für die Filmwirtschaft.

Er war drei Jahre lang Geschäftsführer der Produktionsallianz, in der Film- und Fernsehproduzenten zusammengeschlossen sind. Seine Nachfolgerin ist die frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Michelle Müntefering. Im Bundesfinanzministerium wird betont, Böhning sei nicht in die Verhandlungen mit dem Kanzleramt eingebunden. Diese führt Haushaltsstaatssekretär Steffen Meyer. Klingbeil selbst soll ebenfalls schon Gespräche geführt haben, ebenso Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU).

Martin Greive, Jan Hildebrand, handelsblatt.com, 27.01.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)