Immer wieder tauchen im Netz Fake News mit gefälschten Medien-Logos auf. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und das Bundesinnenministerium halten die russische Desinformationskampagne für weitgehend wirkungslos. […]
„Oft ist die Schadenswirkung als eher begrenzt einzuschätzen“, sagte eine BSI-Sprecherin dem epd in Bonn. In den vergangenen Monaten tauchten in sozialen Netzwerken wiederholt Fake News im Namen etablierter Medien wie „Stern“, „Spiegel TV“ und „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ auf. [….]
Das Bundesinnenministerium teilte dem epd mit, die von „Matrjoschka“ veröffentlichten Meldungen verzeichneten „häufig unmittelbar nach Veröffentlichung sehr viele Interaktionen, die jedoch künstlich in die Höhe getrieben“ wirkten. In der Folge gebe es dann kaum noch Interaktionen. „Das deutet darauf hin, dass sie nur von sehr wenigen Nutzern überhaupt wahrgenommen werden“, erklärte ein Sprecher. Daher müsse sorgsam abgewogen werden, ob ein Aufgreifen, zum Beispiel durch seriöse Medien, nicht ungewollt die Reichweite der Nachrichten über Gebühr vergrößere. „Perspektivisch gilt es vor allem, die Resilienz der Bevölkerung gegenüber gefälschten Meldungen zu stärken.“
epd medien, 09.09.2026 (online)

