Am vergangenen Wochenende nun wurden zwei Berichte bekannt, die noch einmal einen tieferen Einblick in die Vorgänge rund um OpenAI und Hugging Face ermöglichten. Und was kam heraus? Die Experten waren nochmal aufs Neue beunruhigt. Jack Clark etwa, einer der Gründer von Anthropic, formulierte es auf der Newsletter-Plattform Substack, wo diese Diskussionen heute halt stattfinden, so: Was ihn besonders verblüffte, war die Kommunikation unter den KI-Agenten und vor allem die Selbstlosigkeit, mit der sie sich in den Dienst der Gruppe stellten.
„Warum das wichtig ist“, so verband Clark seine KI-Analyse mit einer Formkritik seiner Spezies: „Menschen sind bei der Koordination weitaus schlechter als KI-Systeme. Der eigentliche Grund, warum dieser Angriff ein solcher Weckruf ist, liegt darin, dass er eine Kultur der spontan entstehenden Zusammenarbeit zwischen KI-Systemen verdeutlicht – eine Zusammenarbeit, die es ihnen ermöglicht, als Schwarm zu agieren, ihre eigenen Ziele durch kollektives Bootstrapping (ein statistisches Verfahren, d. Red.) anzupassen und Angriffe durchzuführen, die bis hin zu aufgeklärtem Selbstopfer reichen. Das ist unglaublich schwer zu bewerkstelligen. Menschen sind historisch gesehen bei all diesen Dingen nicht gut darin.“
Georg Diez, taz.de, 03.09.2026 (online)

