Hinter all dem steht ein Gedanke, der in Unterföhring bestenfalls halblaut ausgesprochen wird: Weder Fernsehen noch eigene Streamingplattform sind langfristig zu retten. Nur wenn ProSiebenSat1 lernt, seine Shows und Sendungen modular zu konzipieren, die Bausteine über viele Plattformen zu streuen und so viel mehr Menschen als bisher durch Videoschnipsel, Shows, Lizenzen und Events zu erreichen, kann das Unternehmen langfristig überleben. Die Sender würden von Zuschaueranlaufstellen zu Distributions- und Marketingorganisationen.
Mehr Geld wird es dafür nicht geben. Giordani hat bereits klargemacht, dass die Ausgaben für das Programm zwar einen höheren Anteil am Umsatz erreichen werden. In absoluten Zahlen aber wird das Budget angesichts der rapide sinkenden Umsätze fallen.
Henning Hinze, Manager Magazin, 01.04.2026 (online)

