Zitiert: So hat sich das Social-Media-Portfolio der ARD verändert

Von 800 auf 600 wollte die ARD ihre Social-Media-Accounts 2023 reduzieren. Mittlerweile liegt die Zahl wieder deutlich höher. Wie der Senderverbund das begründet und wie sich die Zusammenstellung verändert hat.

Es ist ein deutliches Alarmsignal, das sich in einem aktuellen Strategiepapier der ARD findet: „Die wahrgenommene Relevanz der ARD-Angebote droht zurückzugehen – vor allem bei jüngeren Zielgruppen.“ Die Konsequenz für den Senderverbund daraus: Es sollen verstärkt Inhalte für Jüngere produziert werden, vor allem für 30- bis 49-Jährige und im Digitalen.

Um jüngeres Publikum anzusprechen, reicht es aber nicht aus, Inhalte nur für die eigene Mediathek oder bei ARD Sounds herzustellen. Unter-30-Jährige sind fast nur noch über Social Media erreichbar. So setzt die ARD weiter darauf, Drittplattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok zu bespielen. Obwohl sie ein klares Ziel verfolgen, standen die Aktivitäten allerdings lange Zeit in der Kritik – allein ihrer schieren Menge wegen. Auch deshalb hatte der damalige ARD-Vorsitzende Kai Gniffke angekündigt, das Portfolio „drastisch“ zu reduzieren. […]

Drei Jahre später steht fest: Das damals schon unambitionierte Ziel wurde nicht nur nicht erreicht – die Zahl der Accounts liegt wieder deutlich über der 600er-Marke.

Volker Nünning, Medieninsider, 23.08.2026 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)