Interessant ist in diesem Zusammenhang auch ein Detail, das Anton Rainer im „Spiegel“ aufgefallen ist. Denn vor einigen Monaten hat der Konzern seine sogenannten „Essentials“ geändert, eine „Art Unternehmensverfassung, zu der sich jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin weltweit bekennen muss“: „Bis zum vergangenen Juni stand dort […] noch ein weiterer Grundsatz, nämlich das Eintreten für ein ‚vereinigtes Europa‘ – bis er plötzlich entfernt wurde. Warum? Springer begründete die Änderung damals damit, ‚dass wir heute mehr denn je aus internationaler Sicht auf die Welt blicken‘. Man hatte sich ausgebreitet, vor allem auf dem US-amerikanischen Markt. Doch in diesen Tagen bekommen die aufgefrischten ‚Essentials‘ auch einen politischen Beigeschmack.“
Ben Kutz, MDR Altpapier, 17.03.2026 (online)

