Zitiert: Trend- und Zukunftsforschung bei der ARD

Trend- und Zukunftsforschung ist kein Selbstzweck und keine Spielwiese für Zukunftsoptimistinnen und -optimisten oder Kulturpessimisten. Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist sie eine strategische Kernaufgabe: Sie schafft die Grundlage, den gesetzlichen Auftrag unter veränderten Bedingungen verantwortungsvoll wahrzunehmen. Zukunftsarbeit bedeutet dabei nicht, die eine „richtige“ Zukunft zu kennen, sondern mit Ungewissheit produktiv umgehen zu können. Genau hier setzt der Ansatz der „Futures Literacy“ an: Der öffentlich‑rechtliche Rundfunk nutzt seine Fähigkeit, Zukunftsszenarien zu denken, um das Heute besser zu gestalten. Das ARD Trendradar ist eines der Instrumente, die diese Fähigkeit in konkrete Entscheidungen und Entwicklungen übersetzen.

Florian Schmitt, Media Perspektiven 19/2026 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)