Zitiert: (Un-)Level Playing Field: Kippt der Medienmarkt?

Ökonomisches Gutachten der Landesanstalt für Medien NRW unterstreicht Reformbedarf bei der Regulierung linearer und nicht-linearer Medien

  • Lineare und nicht-lineare Medien konkurrieren um Aufmerksamkeit, unterliegen aber höchst ungleichen Regeln.
  • Plattformen dominieren ohne Gegenleistung: Digitale Gatekeeper bündeln Reichweite und Werbegelder, beteiligen sich jedoch kaum an der Finanzierung journalistischer Inhalte.
  • Regulatorische und finanzielle Nachteile für Anbieter von Inhalten mit gesellschaftlichem Nutzen sollten abgebaut und angemessen kompensiert werden.

Massiver Einnahmenrückgang und Stellenabbau insbesondere auch bei großen Medienhäusern zeichnen seit Monaten das Bild der Medienbranche, auch in Nordrhein‑Westfalen. Diese Entwicklungen sind Ausdruck eines tiefgreifenden strukturellen Wandels, in dem der Konkurrenzdruck durch internationale Plattformen wächst, während sich das Nutzungsverhalten und damit die Werbemärkte rasant verschieben und etablierte Geschäftsmodelle unter Druck geraten. Nutzerinnen und Nutzer wechseln von klassischen Angeboten in digitale, algorithmisch geprägte Umgebungen. Das hat spürbare Auswirkungen auf Refinanzierung, publizistische Stabilität und die Medienvielfalt.

LfM NRW, Pressemitteilung, 21.04.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)