Ökonomisches Gutachten der Landesanstalt für Medien NRW unterstreicht Reformbedarf bei der Regulierung linearer und nicht-linearer Medien
- Lineare und nicht-lineare Medien konkurrieren um Aufmerksamkeit, unterliegen aber höchst ungleichen Regeln.
- Plattformen dominieren ohne Gegenleistung: Digitale Gatekeeper bündeln Reichweite und Werbegelder, beteiligen sich jedoch kaum an der Finanzierung journalistischer Inhalte.
- Regulatorische und finanzielle Nachteile für Anbieter von Inhalten mit gesellschaftlichem Nutzen sollten abgebaut und angemessen kompensiert werden.
Massiver Einnahmenrückgang und Stellenabbau insbesondere auch bei großen Medienhäusern zeichnen seit Monaten das Bild der Medienbranche, auch in Nordrhein‑Westfalen. Diese Entwicklungen sind Ausdruck eines tiefgreifenden strukturellen Wandels, in dem der Konkurrenzdruck durch internationale Plattformen wächst, während sich das Nutzungsverhalten und damit die Werbemärkte rasant verschieben und etablierte Geschäftsmodelle unter Druck geraten. Nutzerinnen und Nutzer wechseln von klassischen Angeboten in digitale, algorithmisch geprägte Umgebungen. Das hat spürbare Auswirkungen auf Refinanzierung, publizistische Stabilität und die Medienvielfalt.
LfM NRW, Pressemitteilung, 21.04.2026 (online)

