Weite Teile dessen, was den Menschen als Journalismus verkauft wird, entstehen längst mehr oder weniger automatisch, im Sinne von: routiniert und unreflektiert. Pressemitteilungen werden unhinterfragt veröffentlicht, Studienergebnisse im Stille-Post-Stil weitergetragen, Aufreger reflexhaft skandalisiert. […]
Wie will man ein Online-Medium profitabel betreiben, das auf maximale Reichweite setzt, wenn man nicht die Wellen der größten Aufreger reitet, nur weil sich die Aufregung mit ein bisschen Recherche möglicherweise als unnötig erweist?
Stefan Niggemeier, sueddeutsche.de, 23.06.2026 (online)

