Zitiert: US-Medienaufsicht verschärft Auflagen für Talkshows

Wenn Politiker künftig in US-Talkshows auftreten, muss Vertretern der Gegenseite dieselbe Sendezeit zugestanden werden. Die Medienbehörde FCC begründet das mit politischer Chancengleichheit, Kritiker sehen einen Angriff auf die Meinungsfreiheit.

Die US-Medienbehörde FCC veröffentlichte am 21. Januar einen „Leitfaden zur politischen Chancengleichheit“. Demnach muss ein Rundfunkveranstalter, der einem Politiker Sendezeit einräumt, auch einem gegnerischen Kandidaten vergleichbare Sendezeit und Platzierung zur Verfügung stellen.

Der Leitfaden betrifft nach Darstellung der Behörde politisch motivierte Inhalte bei Fernsehsendern. Er schließt dabei explizit die Ausstrahlung von Late-Night- und Tages-Talkshows ein.

epd medien, 23.01.2026 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)