Vor drei Jahren haben sich amerikanische Schauspieler und Drehbuchautoren mit einem massiven Streik gegen die drohende Verdrängung durch KI gewehrt. Nun wird über einen Tarifvertrag mit neuen Regeln abgestimmt. […]
Die Studios und Streamingdienste seien bei den jüngsten Tarifgesprächen „mit einer anderen Perspektive“ an den Verhandlungstisch gekommen, sagte der Geschäftsführer der Schauspielergewerkschaft, Duncan Crabtree-Ireland, der Nachrichtenagentur AFP.
Drei Jahre nach dem fast vier Monate andauernden Streik in Hollywood stimmen die Mitglieder der Gewerkschaft, die rund 160.000 Schauspieler, Stuntleute, Tänzer und andere Darsteller vertritt, zurzeit über einen Vertrag ab, den der nationale Vorstand der SAG-AFTRA Anfang des Monats gebilligt hatte. Die Abstimmung endet am 4. Juni, falls die Gewerkschaftsmitglieder zustimmen, träte die Vereinbarung im Juli in Kraft. […]
Diese schließe den Einsatz von KI nicht prinzipiell aus, sagte Crabtree-Ireland, beinhalte aber neue Schutzmechanismen. Die Herstellung von digitalen Repliken, bei denen mittels KI lebende oder verstorbene Darsteller nachgebildet werden, dürften nur „auf der Grundlage einer informierten Einwilligung und einer fairen Vergütung erfolgen“. Sogenannte synthetische Figuren, die auf keiner realen Person basieren, seien nur unter „außergewöhnlichen Umständen“ erlaubt.
Konrad Muschick, faz.net, 01.06.2026 (online)

