Wenn politische Themen – etwa zu Flüchtlingen oder Integration – mit verzerrten „Studien“ unterfüttert werden, entstehen Narrative, die Debatten vergiften und Ängste schüren.
Das facht die ohnehin wachsende Wissenschaftsskepsis weiter an. Denn ein Misstrauen gegen unseriöse Studien kann sich langsam zu einem Misstrauen gegen die Wissenschaft allgemein entwickeln und trifft dann auch qualitativ hochwertige Forschung – mit schwerwiegenden Folgen für wichtige gesellschaftliche Debatten, etwa über Klimawandel, Impfungen oder öffentliche Gesundheit.
Die Wissenschaft selbst kann sich irren – das gehört zu ihrem Wesen. Die Mehrheit einzelner Studienergebnisse lässt zudem kaum die zugespitzten Aussagen zu, mit denen Medien oft arbeiten. Doch grundsätzlich ist die Wissenschaft vertrauenswürdig. Die Art, wie über sie berichtet wird, ist es oft nicht.
Sophie Tiganas, kobuk.at, 17.07.2026 (online)

