Ich weiß nicht, ob ich das stets erfüllen kann. Als Menschen sollten wir aber auch eine soziale Verantwortung haben. Mir ist es wichtig, dass ich jenen Menschen, die häufig am Rande der Gesellschaft leben und denen oft nichts anderes bleibt, als durch Prostitution oder andere Jobs, in denen sie ausgebeutet werden, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, als Mutmacherin dienen kann. Damit meine ich nicht nur Trans-Personen, sondern alle, die in der gesellschaftlichen Hierarchie ganz unten stehen. Genau genommen ist es traurig, dass eine Person wie ich, im neuen Jahrtausend noch ein Symbol für Hoffnung sein muss. Es müsste selbstverständlich sein, dass Menschen, die anders sind als die der Mehrheit, den Respekt erhalten, der ihnen zusteht.
Karla Sofía Gascón, fr.de, 28.02.2025 (online)