Schriftstellerin Elke Heidenreich hält die Sendung von ARD-Buchkritiker Denis Scheck für überholt. Sie stört sich daran, dass Scheck Bücher, die ihm nicht gefallen, in seiner Sendung verächtlich in eine Mülltonne wirft – vor allem Werke von Frauen. „Dass die ARD so was seit Jahren finanziert, ist so sinn- wie stillos“, schreibt Heidenreich in einem Gastbeitrag in der „Zeit“. Seit Langem schon staune sie „über den herablassenden Ton über Bücher von Frauen“ und fordert für Schecks Sendung: „Endlich in die Tonne damit.“ Zwei Literaturmenschen, die sich in der Öffentlichkeit gegenseitig niedermachen – das schreit doch eigentlich nach einer Reality-Show für Intellektuelle bei 3sat.
Björn Czieslik, turi2, 08.04.2026 (online)

