Zitiert: Warum setzt Radebeul auf eine App?

Können Kommunen auch ohne Social Media? Die Stadt Radebeul setzt für ihre rund 34.000 Einwohner auf eine eigene App, die Radebeuler BürgerApp. Die App gibt es bereits seit 2021 und ergänzt die klassische Kommunikation aus Pressemitteilungen, Amtsblatt und Webseite.

Der Weg über die App war damals eine bewusste Entscheidung gegen die sozialen Netzwerke. Technischer Anbieter ist die Firma Egotec, die auch die städtische Website betreut – es handelt sich bei der App in dem Fall um eine Eigenentwicklung.

Aber funktioniert das? Daniela Bollmann, Leiterin der Stabsstelle Kommunikation, Stadtmarketing und Tourismus der Stadt Radebeul beantwortet diese Frage im Interview. […]

Aktuell hat die App rund 3.000 Nutzerinnen und Nutzer. Das ist für uns ein zufriedenstellendes Ergebnis, und die Entwicklung ist positiv – das Interesse ist klar vorhanden. […]

Die Resonanz ist gut. Ein besonders deutliches Beispiel: Die Stadtratsunterlagen wurden über unser Ratsinformationssystem im gesamten Jahr 2020 nur 40 Mal aufgerufen. Durch die App und die damit verbundenen Push-Nachrichten wurden diese Unterlagen in nur sieben Monaten im Jahr 2021 rund 13.000 Mal angeklickt. Dies hat sich in den Folgejahren so fortgesetzt. […]

Die App ersetzt nicht das persönliche Gespräch, nicht die klassische Pressearbeit und nicht das Amtsblatt. Sie ist ein zusätzlicher, digitaler Kanal. Für sehr detaillierte oder komplexe Sachverhalte, für Rechtsinformationen oder für Menschen ohne Smartphone bleiben die klassischen Wege unverzichtbar.

Peter Stawowy, flurfunk-dresden.de, 08.06.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)