Offenbar nicht genug für manche. Reich-Osang gibt in ihrem Abschiedstext keine Gründe an und äußert sich nicht weiter. Ebenso die Zeitung und ihr Verleger. So waten manche knietief im Konjunktiv zu allerhand Gemeine, das sich als trübe Meinungstunke in nichts von dem unterscheidet, was man der Berliner Zeitung und ihrem Verleger gern vorwirft. Umso mehr jedoch von den exzellenten Texten Reich-Osangs. Vielleicht solle man den Ostdeutschen einfach mal die „Deutungshoheit über ihre eigene Geschichte“ lassen, nur so zum Spaß, sind doch nur Ossis.
Friedrich Küppersbusch, taz.de, 06.04.2026 (online)

