Die SPD-Politikerin Raab wird wohl nicht mehr lange Staatssekretärin für Medien, Europa und so weiter bleiben. Schließlich ist der Posten direkt beim Ministerpräsidenten angesiedelt, den künftig die CDU stellen dürfte. Schon, weil es in der föderalistischen Medienpolitik zumindest auch darum geht, dem jeweiligen Landes-Regierungschef Einfluss und Sichtbarkeit im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu verschaffen (was Raab für Malu Dreyer und Alexander Schweitzer glänzend gelungen ist…), dürfte der neue Ministerpräsident Schnieder, von dem die 20.00 Uhr-„Tagesschau“-Ausgabe übrigens ein ansteckend begeistertes Emo-Foto zeigte, sich dafür einen Parteifreund holen.
Was bedeutet das für die deutsche Medienpolitik? Wer wird die wichtige Rolle übernehmen, die die Rheinland-Pfälzer SPD in der Rundfunkkommission der Bundesländer spielte?
Christian Bartels, MDR Altpapier, 24.03.2026 (online)

