Zitiert: WDR-Rundfunkrat will weniger mitbestimmen

In der Sitzung des WDR-Rundfunkrats ging es auch um Zahl der Produktionsverträge, die dem Aufsichtsgremium zur Zustimmung vorgelegt werden müssen. Diese soll nach dem Willen des Rats verringert werden. Bisher gilt ein Schwellenwert von zwei Millionen Euro. Der Rundfunkrat empfiehlt dem nordrhein-westfälischen Landtag, die Mindestgrenze im Zuge der anstehenden Novellierung des WDR-Gesetzes auf drei Millionen Euro zu erhöhen. Ein Beschluss dazu wurde bei sechs Nein-Stimmen und einer Enthaltung mit großer Mehrheit gefällt.

Der Rundfunkrats-Vorsitzende Rolf Zurbrüggen begründete dies mit der „fortschreitenden Inflation“, die dazu geführt habe, dass sich das Gremium immer häufiger mit Standardverträgen – etwa für einzelne „Tatort“-Folgen – befassen müsse. Zudem liege der Zustimmungsvorbehalt beim WDR deutlich unter dem anderer ARD-Gremien.

epd medien, 21.03.2025 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)