Zitiert: Wenn Gleichberechtigung das Ziel bleibt, ist Gruppenidentität unproblematisch

Das wird aber galant ignoriert und umgedeutet. Hier landet man schnell beim sogenannten Hufeisenargument. Es wird von der Gefahr “rechter wie linker Identitätspolitik” gesprochen, als ob sie das Gleiche wären. Es gibt aber einen riesigen Unterschied zwischen “White Power” und “Black Power”, und ich bin erschüttert, dass das in dieser Debatte nicht anerkannt wird. “White Power” kämpft für eine Hierarchisierung der Gruppen. Dafür, dass weiße Menschen die Kontrolle und die Macht über andere Gruppen behalten. “Black Power” kämpft gegen diese Hierarchisierung, möchte Schwarzen Menschen zeigen, dass sie Anspruch auf Teilhabe und Mitsprache haben. In anderen Worten: Das Ziel “linker Identitätspolitik” ist Gleichberechtigung, das Ziel “rechter Identitätspolitik” ist das Gegenteil.

Alice Hasters, sueddeutsche.de, 23.03.2021 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)