Zitiert: Wettlauf zwischen künstlicher Textgenerierung und Erkennungssoftware löst kein Problem

Wir können uns aber aktuell und sehr wahrscheinlich auch in Zukunft nicht darauf verlassen, erkennen zu können, wenn KI verwendet wurde. Das, was viele heute für typische KI-Sprache halten, stammt oft aus menschlichen Texten, mit denen die Systeme trainiert wurden. Gleichzeitig werden die Modelle immer besser. Ein Wettlauf zwischen künstlicher Textgenerierung und Erkennungssoftware wird das Problem nicht lösen.

Das Problem beginnt ja eigentlich viel früher. Dort, wo Journalist:innen es für akzeptabel halten, Kommentare von einer Maschine schreiben zu lassen. Es setzt sich fort, wenn Redaktionen Inhalte übernehmen, ohne deren Entstehung kritisch zu prüfen. Und es verfestigt sich in einer Medienlogik, die Texte in immer kürzerer Zeit produzieren will und folglich Journalist:innen unter Druck setzt, immer mehr und das immer schneller zu produzieren.

Ann-Kathrin Leclere, taz.de, 15.06.2026 (online)

 

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)