Zitiert: Wie gut Filme entstehen können

Es gibt die Talente in Deutschland, man muss nur die richtigen Leute zusammenbringen und zusammenhalten. Ein Riesenbudget, wie es zum Beispiel Tom Tykwer für sein Babylon Berlin bekam, braucht es dafür nicht: Die beteiligten Sender haben sich Das Verschwinden sechs Millionen Euro kosten lassen, 90 Drehtage gab es für das Projekt. Nicht schlecht, aber auch nicht rekordverdächtig. Spannend wird nun, ob das Fernsehpublikum die auf dem Filmfest spürbare Begeisterung teilen wird. Und wie die ARD es verkraftet, wenn trotz allem keine Tatort-Quote für sie herausspringt.

 

David Denk, Süddeutsche Zeitung, 29. Juni 2017 (online)

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Zitat der Woche
Bis zum letzten Tag der Amtszeit Kohls waren keine deutschen Soldaten zu Kriegseinsätzen im Ausland. Nach ihm waren sie es ununterbrochen. Man mag einwenden, dass er Schröderfischer ein Jugoslawien-Fiasko hinterließ. Aus anderen sinnlosen Gemetzeln wie dem Golfkrieg hat er uns herausgekauft. Er war einer der letzten Spitzenpolitiker mit Weltkriegserfahrung, sein Bruder im Krieg getötet, seine Politik auf „pazifistische deutsche“ Wählerstimmen gemünzt. Es tut weh, dies anzuerkennen – doch so, wie der Aspekt „Friedenskanzler“ an Kohl nun gar nicht gewürdigt wird von allen kriegerischen Nachfolgern – muss wohl was dran sein.   Friedrich Küppersbusch, taz, 20.06.2016, Weiterlesen 
Out of Space
Es ist sei unerfindlich, in welchem Maße sich Journalisten willig als Herolde des Netflix-Imperiums gebärden. So meldete „Berliner Zeitung“ in ihrem Web-Kulturteil „Das sind unsere liebsten Netflix-Serien“. Serien-Rankings sind zwar weiterhin Unsinn, aber en vogue und hinnehmbar.  Hinweis: Die Serien sind derzeit auch bei anderen Anbietern zu haben.   Weiterlesen