Die Autoren identifizierten mehrere Ursachen für kommunikative Verzerrungen in großen Sprachmodellen. Eine wichtige Rolle spielen Trainingsdaten, in denen bestimmte Perspektiven stärker vertreten sind als andere. Auch Entscheidungen beim Training und Feintuning der Modelle beeinflussen, welche Argumentationsmuster bevorzugt werden.
Hinzu kommt eine weitere Eigenschaft vieler Sprachmodelle: Sie neigen dazu, sich an Erwartungen oder Positionen von Nutzer*innen anzupassen – ein Effekt, der in der Forschung als Sycophancy bezeichnet wird. Da diese Einflüsse häufig kontextabhängig und schwer messbar sind, lassen sich solche Verzerrungen bislang nur begrenzt systematisch erfassen.
Barbara Halstenberg, TU Berlin, 01.04.2026 (online)

