Zitiert: Wie man gegen seine Vorurteile angehen kann

Vielleicht ist es die Illusion von einer politischen “Mitte“, die in vielen Redaktionen die Vorstellung nährt, es gäbe ein Dazwischen bei Antirassismus und Rassismus. Dem ist nicht so. Die journalistische Zunft, die nicht rechts sein und sich gegen Rassismus stellen will, muss sich ihren Vorurteilen bewusst werden. Frei von Vorurteilen kann man nicht sein. Doch man kann sich ihrer klarer werden. Und versuchen, Methoden zu etablieren, die sie sichtbar machen, um sie entschärfen oder thematisieren zu können. Nur so kann es gelingen, Sensibilität für alltäglichen Rassismus zu entwickeln, der allerorten in den gesellschaftlichen Vorgängen und Institutionen steckt. Das ist schwer, weil ungewohnt und wahrscheinlich schmerzhaft für einen selbst und das (berufliche) Umfeld: Möglicherweise ist man gar nicht so vorurteilsfrei wie man immer dachte.

Lorenz Matzat, medium.com, 25.02.2020 (online)

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Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)