Zitiert: Wie Rechtsextreme versuchen Meinungsumfragen zu beeinflussen

Das Projekt gibt es bereits länger, allerdings wurde es bisher kaum beachtet. Schon vor einigen Jahren brachte Identitären-Anführer Martin Sellner die Initiative „Club Pressekritik“ mit an den Start. Dahinter steckt ein rund 460 Personen starker Telegramkanal, wo vorgegeben wird, wie und welche Artikel in Online-Medien kommentiert werden sollten. Oder auch wie bei welcher Online-Abstimmung abgestimmt werden soll. […]

Ziel ist es, Diskussionen zu beeinflussen oder bestimmte Erzählungen zu verbreiten – anonym und in der Hoffnung, ein großes Publikum zu erreichen. In der identitären Trollfabrik werden täglich zwei bis sechs Vorgaben veröffentlicht. Ein besonderes Augenmerk legt der „Club Pressekritik“ auf Artikel in den Boulevardmedien Oe24 und Heute, diese wirken wie ein wesentlicher Spielplatz der Gruppe. Aktuell wird verstärkt gegen die neue Regierung Stimmung gemacht. Es wird aufgefordert, an Umfragen über die Regierung teilzunehmen und gegen diese zu stimmen.

Markus Sulzbacher, tageins.at, 10.03.2025 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)