Zitiert: Machine-Learning-Algorithmen reproduzieren kulturelle Vorurteile

Seit geraumer Zeit weisen KI-Ethiker darauf hin, dass die zugrunde liegenden Machine-Learning-Algorithmen kulturelle Vorurteile reproduzieren, und zwar sowohl jene der Entwickler, die sie programmieren, als auch der Verbraucher, die sie als Softwareprodukt verwenden. Die KI verwendet Abermilliarden an Bildern als Ausgangsmaterial. Darin finden sich alle mehr oder weniger fragwürdigen Wertvorstellungen unserer Gesellschaft, was Schönheit, Macht oder Sex anbelangt. Und über kurz oder lang werden die Nutzer mit diesen Altlasten konfrontiert.

Michael Moorstedt, sueddeutsche.de, 12.12.2022 (online)

Zitiert: Lasst uns mehr Filterblasen wagen

„Filterblasen aufbrechen“ war lange ein sehr beliebter Slogan. Ich habe das schon immer für einen Irrtum gehalten, weil ich die besten, produktivsten und intellektuell stimulierendsten Debatten im Kontext geschlossener Benutzergruppen habe. Aber das Aufbrechen war allgemein sehr populär, Filterblasen wurden als böse…

Zitiert: Öffentlich-rechtlicher Rundfunkdatenschutzbeauftragter fordert Rückzug aus Tiktok und Co.

ARD und ZDF sollten ihre Social-Media-Aktivitäten ins Fediverse verlagern, fordert der erste gemeinsame Rundfunkdatenschutzbeauftragte Reinhart Binder. Social-Media-Auftritte der öffentlich-rechtlichen Sender bei großen US-Plattformbetreibern wie Facebook-Fanpages sollen bald der Vergangenheit angehören. Dafür plädiert Reinhardt Binder, der erste gemeinsame Rundfunkdatenschutzbeauftragte von BR, SR, WDR,…

Weniger Gebührenverschwendung: ARD will schon bald Ideen liefern

Bei der Suche nach mehr Synergien zwischen den ARD-Häusern sollen im Frühjahr Konzeptideen vorliegen. Die ARD teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit: Erste Ideen für Konzepte zu Kompetenzcentern und Pool-Lösungen sollen den Intendantinnen und Intendanten Ende April 2023 vorgelegt werden und als Grundlage für die weitere Diskussion dienen.

Im November hatten die Senderchefs der öffentlich-rechtlichen ARD-Häuser auf einer Sitzung in München beschlossen, in noch mehr Bereichen zu kooperieren, um Mittel für das digitale Angebot freizuschaufeln. Darunter wurden auch Pool-Lösungen und Kompetenzcenter erwähnt, ohne konkreter zu werden.

Dpa, 7.12.2022 (online)

Zitiert: Diversität bei ARD und ZDF

Gerade in Sachen Diversität könnte man in Deutschland viel von der BBC lernen. Dort wird minutiös auf Repräsentation geachtet, die britische Gesellschaft spiegelt sich auf allen Verantwortungsebenen wider, was kein Zufall ist. Man setzt Ziele, misst die Erfolge und Misserfolge und macht diese auf der eigenen Homepage transparent. Hierzulande wird gerne behauptet, man dürfe keine sensiblen Daten über die Herkunft erheben, so bleibt die Übersicht über die realen Verhältnisse in den Strukturen im Vagen.

Jagoda Marinić, sueddeutsche.de, 1.12.2022 (online)