Zitiert: Wie öffentlich-rechtliche Langeweile entsteht

Das Kontrollbedürfnis der Hierarchie beim Programm steht in einem interessanten Verhältnis zum offenkundigen Versagen der Kontrollmechanismen an der Spitze der Hierarchie. Jede freie Autorin, die im RBB-Fernsehen, zum Beispiel für die Kultur-Redaktion, einmal die Abnahme eines Beitrags über sich ergehen lassen musste,…

Zitiert: Große Ausnahme bei ARD und ZDF

Dass an einem Abend in den Hauptprogrammen sowohl von ARD und ZDF um 20.15 Uhr gesellschaftspolitische relevante Themen auf der Agenda stehen, ist eher die Ausnahme. Heute ist es der Fall: Während im Ersten Wellmer on the road zu sehen ist, läuft zur Prime Time im Zweiten ein fiktionaler Film, in dem die Bürgermeisterin eines fiktiven Orts zum Hassobjekt von Rechten wird, weil in ihrem Ort eine Geflüchtetenunterkunft eingerichtet werden soll.

René Martens, MDR Altpapier, 24.10.2022 (online)  

Zitiert: Politische Feigheit der Länder ist kein Freibrief für die Sender

Nachdem sich die Länder im Juni nach sechsjähriger Debatte auf die Veränderungen bereits verständigt hatten, war die jetzige Verabschiedung keine Überraschung. Bevor der Vertrag im Frühjahr 2023 in Kraft treten kann, müssen ihm aber noch alle 16 Landtage zustimmen. Der Auftrag des…

Zitiert: Arbeitsmarkt ist wie leer gefegt

Der Markt ist übersättigt, wenig Produktionen fallen aber signifikant auf. Das bietet Chancen, weil es nicht unmöglich ist, mit einer guten Produktion aufzufallen. Aber der Arbeitsmarkt ist wie leer gefegt. Sender bezahlen gerade bei Auftragsproduktionen maximal die Minimumgage. Also die Tarifgage, die…

Zitiert: Absurde Gespräche

Ähnlich absurd kam mir das Gespräch vor, das Julia Jäkel und Tom Buhrow neulich in der »Zeit« über Fehler und Aufgaben des öffentlichrechtlichen Rundfunks führten, zwei Journalisten, die Topmanager deutscher Medien wurden. Die andere Seite des Schreibtischs ausprobieren, sagt man gern. Es kam mir vor, als sprächen zwei Mitglieder der Olsenbande für den Ethikrat. Die Leute, die sich in der Offentlichkeit um den bedenklichen Zustand des deutschen Journalismus sorgen, haben ihn oft selbst hergestellt. (Paid)

Alexander Osang, spiegel.de, 14.10.2022 (online)