Zitiert: Wie ein journalistischer Fehler einen Domino-Effekt haben kann

Nachrichtenagenturen sehen andere Medienberichte als vertrauenswürdige Quellen an, Agenturkunden wiederum behandelten deren Meldungen als privilegierte Quelle und verbreiten sie in der Regel ohne weitere Prüfung. Das System sei „darauf angelegt, Falschmeldungen zu verbreiten: Von einem Medium gelangen sie über den Umweg über…

Zitiert: Typus, wie man ihn kaum noch trifft

Joachim von Mengershausen gehörte zu einem Typus von Fernsehredakteur, wie man ihn heute kaum noch in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten trifft, der nämlich nicht in deren Betrieb sozialisiert und damit auf ein Befehl-und-Gehorsam der Hierarchie gedrillt wurde, sondern der erst nach gehöriger Berufs- und Lebenspraxis und damit auch der Ausbildung eines Geschmacks in eine Senderredaktion wechselte. Gerade weil Joachim von Mengershausen seinem Filmgeschmack treu blieb und nie auf so etwas wie die Quote achtete, war er mit den von ihm betreuten Filmen und Serien erfolgreich.

Dietrich Leder, medienkorrespondenz.de, 27.01.2020 (online)

Zitiert: Warum das Aus des Deutschen Fernsehballetts schade ist

Der Kulturrat hatte das Ballett schon 2014 auf die Rote Liste der bedrohten Kultureinrichtungen gesetzt. …. Es geht ein Stück Vielfalt verloren, denn das Besondere, das Kultur und vor allem Kultur im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausmacht, ist ja, dass wir von ganz vielen…

Zitiert: Meinungsfreiheit verlangt journalistisches Gehör

Meinungsfreiheit, die bekanntlich keine Erlaubnis für Gedanken, sondern für Meinungsäußerungen darstellt (Art. 5 GG), läuft ins Leere, wenn bestimmte Meinungen oder Menschen vom Diskurs ausgeschlossen werden. Jeder einzelne darf jedem sagen: Lass mich mit deinem Geschwätz in Ruhe, ich habe schon eine…

Zitiert: Beim Jubel fehlt der Stromverbrauch von Streaming

Statt Netflix hochzujubeln, sollte Medienjournalismus auch mal auf den Stromverbrauch von Streaming hinweisen. … Vor allem Netflix besprechen deutsche Medienressorts gedruckt und online ja gerne „äußerst positiv“. Eine der großen überregionalen Nichtboulevardzeitungen durchzublättern, ohne auf mehrere Hinweise zu „packenden“ Netflix-Serien zu stoßen,…