Zitiert: Wem dient die „Krimiflut“ bei ARD und ZDF

Zwar kann niemand ernsthaft behaupten, dass die Gewaltkriminalität in Deutschland besorgniserregend zunimmt. Eher das Gegenteil trifft zu. Was offensichtlich ansteigt, sind die Ängste, Opfer von Verbrechen zu werden, und sie scheinen Grund genug zu sein, entweder die AfD zu wählen oder zumindest Restriktionen gegen Flüchtlinge und Migranten zu verlangen. Woher kommen diese Ängste? Reale Wahrnehmungen kommen als Auslöser eher nicht infrage. Haben die Leute also vielleicht zu viel ferngesehen?

Frank Zeller: Der tägliche Tod, sueddeutsche.de, 05.01.2019 (online)

Zitiert: LGBTI-Check -Wie divers ist das deutsche Fernsehen?

„Die Lebensrealität von Lesben, Schwulen und Trans kommt so gut wie gar nicht vor“, sagte Verbandssprecher Markus Ulrich in dieser Woche. Neben der Frage nach der allgemeinen Sichtbarkeit gehe es um die Fragen, wann und wie Themen und Personen gezeigt würden. Oft würden entsprechende Formate spätabends gesendet.

Markus Ehrenberg, tagesspiegel.de, 22.06.2019 (online)

Wird die Fernsehprogrammforschung der Landesmedienanstalten eingestellt?

Im Content-Bericht 2018 der Landesmedienanstalten heißt es: „Mit den im Jahr 2018 durchgeführten Programmanalysen stellen die Medienanstalten ihre kontinuierliche Fernsehprogrammforschung ein. Vor diesem Hintergrund werden in den beiden nachfolgenden Beiträgen die Ergebnisse der Langzeitstudien zum linearen und nonlinearen Fernsehen in Deutschland aus…

Zitiert: Es braucht eine Gegenöffentlichkeit, die die Gleichgewichte wieder herstellt

Die smarten digitalen Agenturen sind in der Lage, unsere Wünsche schneller zu verstehen, als wir sie in uns erzeugen. Da sitzen wir als Roboter davor. Ausgeleert. Wenn Algorithmen so mächtig sind, müssen wir an einer Gegenöffentlichkeit bauen, die die Gleichgewichte wiederherstellt. Vor allem muss man das Selbstbewusstsein der Produktionssphäre aufrechterhalten, wenn sich sonst alles in Informatik auflöst. Wir brauchen menschliche Arbeit in der Gesellschaft. Wir müssen die schwierigere Arbeitswelt verteidigen gegen die Verteilerwelt.

Alexander Kluge: Im Netz gibt es keine Öffentlichkeit. In: epdmedien 70 Jahre Sonderheft, S. 8

Zitiert: Mit der Höhe des Profits sinken die moralischen Grenzen

Nun, dort, wo es um Gewinne, also Profit geht, findet die Moral vieler Unternehmen ihre Grenzen. „Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn…