OBS-Studie: AfD-Wähler und Ostdeutsche misstrauen Medien am stärksten

„Erstmals kann die Untersuchung der OBS darüber hinaus eindrucksvoll belegen, dass eine Wechselwirkung zwischen Medienvertrauen und Demokratiezufriedenheit besteht. Denn auch unabhängig vom einzelnen Milieu lässt sich feststellen: Wer die Glaubwürdigkeit der Medien hoch einschätzt, ist auch mit dem Funktionieren der Demokratie hoch zufrieden. Umgekehrt gilt: Wer Medien als unglaubwürdig einstuft, ist höchst unzufrieden mit dem Funktionieren der Demokratie. 90% der Menschen, die den Medien grundsätzlich Glaubwürdigkeit zugestehen, sind zugleich auch mit der Idee der Demokratie zufrieden. Bei denjenigen, die dieses Vertrauen verloren haben, sieht dies nur noch knapp die Hälfte der Befragten so.“

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ARD-ZDF-Reform: Ein „Weiter so“ ist kein Programm?

„Auftrag, Beitrag, Ertrag: Die Reformvorschläge von ARD und ZDF reichen der Politik nicht. Was muss jetzt passieren? … ARD, ZDF und Deutschlandradio strahlen aktuell 21 Fernseh- und 66 Radioprogramme aus, im Internet sind es mittlerweile mehr als 120 Mobil- und Desktopangebote. Das Sortiment macht klar, was sich der über Jahre und Jahrzehnte stets wachsende öffentlich-rechtliche Sektor zur Handlungsmaxime genommen hatte: Omnipotenz und Omnipräsenz“, schreiben Joachim Huber und Kurt Sagatz im Tagesspiegel.

Doch können ARD und ZDF so einfach Programme streichen, um Geld zu sparen? Steht es in ihrer Hand, ihren Programmumfang zu reduzieren? Oder liegt diese Frage zuerst auf dem Tisch der Medienpolitik.

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Zitiert: Deutschlands Rundfunkbeitrag sechsthöchster in Europa

Im EBU-Durchschnitt betrug 2015 die jährliche Gebühr (pro Haushalt) 137 Euro. Hier liegt Deutschland mit 210 Euro jährlich hinter der Schweiz (433,00 €), Dänemark (326,60 €), Norwegen (307,96 €), Österreich (282,15 €) und Schweden (221,95 €). Europaweit sind die Rundfunkgebühren und -beiträge seit 2010 relativ stabil: In elf von 21 Ländern, in denen Beiträge bzw. Gebühren die Haupteinkommensquelle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind, blieben die Beträge stabil oder wurden sogar gekürzt.

 

Medienforschung des Bayrischen Rundfunks (online)

Auswirkungen von ökonomisch prekären Beschäftigungsverhältnissen auf Medieninhalte

In der Forschung können wir dann untersuchen, wie etwa ein ökonomisch prekäres Beschäftigungsverhältnis einer Journalistin oder eines Journalisten auch Auswirkungen auf die Medieninhalte hat, die diese produzieren. Aber auch, dass die Werbefinanzierung vieler Medien den gesellschaftlichen Diskurs beeinflusst und dies letztlich auch demokratische Prozesse schwächt.

 

Sebastian Sevignani, Telepolis, 18.07.2017 (online)

Informationsgrafiken zur Allzweckwaffe in vielen Kommunikationskanälen

Im medialen Überangebot ist Aufmerksamkeit heute eine teuer gehandelte Ware, und wieder sind Informationsgrafiken zur Allzweckwaffe in vielen Kommunikationskanälen geworden. Im Idealfall vermögen sie zwei Dinge elegant zu kombinieren: sie sind visuell attraktiv, und sie machen schwierige Themen verständlich. Kein Wunder, dass…