Fußball stößt bei den Deutschen auf weniger Interesse

Eine für HORIZONT durchgeführte repräsentative Forsa-Umfrage liefert Zahlen über das Fußball-Interesse der Deutschen. Demnach interessieren sich 42 Prozent der Bundesbürger überhaupt nicht für Fußball, weitere 34 Prozent bringen dem Fußball wenig Interesse entgegen. Stark interessiert sind nur 14 Prozent, 10 Prozent sind sehr stark von dem Thema begeistert.Von den 14- bis 29-Jährigen, interessieren sich nur 17 Prozent stark oder sehr stark für Fußball, bei den 30- bis 44-jährigen sind es 22 Prozent und bei den über 60-jährigen 30 Prozent.

 

horizont.net, 13.08.2017 (online)

Die Quote hat einen religiösen Charakter angenommen

“Sie dominiert die Programmentscheidungen – und nur sehr selten Kreativität oder Inhalt. Für die öffentlich-rechtlichen Sender hat sie inzwischen genau den gleichen Sinn wie für das kommerzielle Fernsehen. Dabei ist diese Form der Messung ja eigentlich für die Werbewirtschaft entwickelt worden. Aber…

Die Mündigkeit der Ostdeutschen

Vor vier Jahren stand deren Mündigkeit etwa in Sachsen noch nicht zur Debatte. So entsprachen die 42 Prozent der CDU dem Bundesdurchschnitt und selbst die 6,8 Prozent für die AfD waren kein Anlass zur besonderen Aufregung. Das hat sich geändert.

Frank Lübberding, faz.net, 2.10.2017 (online)

Warum Wählerwanderungsdarstellungen falsch sein können

„Die Berechnungen zu den Wählerwanderungen beruhen auf Selbstauskünften der Befragten und unterstellen neben wahrheitsgemäßen Angaben auch ein entsprechendes Erinnerungsvermögen. Eine im August 2017 veröffentlichte Wiederholungsbefragung von YouGov des Befragungspanels von 2013 ergab, dass fast 40% 2017 ihr Wahlverhalten von 2013 nicht mehr richtig erinnerten oder wiedergaben. Die im folgenden wiedergegebenen Zahlen unterstellen also neben der wahrheitsgemäßen Angabe auch eine Gleichverteilung der Erinnerungslücken über alle Parteien.”

 

Horst Kahrs in einer Wahlanalyse vom 25.09.2017 (pdf)

Ökonomischer Druck befördert Populismus in den Medien

Aber viele Medien unterliegen eben auch ökonomischen Zwängen. Und da gilt einfach: Die AfD bringt Clicks und Quote. Und man könnte auch sagen: Populism sells, letztendlich sind es knallharte ökonomische Argumente, die für Medienhäuser zählen. … Wir müssten eigentlich viel mehr darüber reden, wie wir Medien viel stärker von ihren ökonomischen Sachzwängen befreien können, damit sie eben eine unabhängige und freie Berichterstattung auch wirklich leisten können.

 

Johannes Hillje, Medias Res, Deutschlandfunk, 14.09.2017 (online)