Zitiert: Was sind Medienkonzerne?

Wir definieren Medienkonzerne als Unternehmen, die publizistische Inhalte in Massenmedien verantwortlich erstellen und/oder verbreiten sowie maßgebliche Teile ihres Umsatzes mit Erlösen aus Rechten/Lizenzen und/oder Werbung erzielen und nicht als reine Telekom- oder Technik-Provider auftreten. Ferner werden Konzerne berücksichtig, die durch die Produktion…

Zitiert: Weniger Geld für mehr Streams – „Künstler-Margen“ bei Spotify sinken

 

„Das auf Künstlerrechte spezialisierte Blog The Trichordist hat ausgerechnet, dass die Margen bei Spotify von 2014 bis 2016 um 16 Prozent gefallen sind. Das bedeutet: Ein Musiker erhält pro Stream eines Songs mittlerweile lediglich 0,00437 US-Dollar. Bei Apples iTunes gibt es 68 Prozent mehr, also 0,00735 Dollar. Wer nur einen Dollar – umgerechnet etwa 93 Euro-Cent ­– verdienen will, dessen Songs müssen Nutzer bei Apple rund 140 Mal und bei Spotify sogar 230 Mal streamen.“

 

(Benedikt Plass-Fleßenkämper, wired.de, 21.03.2017, online)

Zitiert: Bewegte Bilder als Fernsehen regulieren – Erst die Gamer, dann das ganze Internet

„LfM-Direktor Tobias Schmid will zeigen, wie weit der Rundfunkbegriff im Internet reicht, also wer dem Verständnis der Medienaufsicht nach Rundfunk macht und entsprechend eine Rundfunklizenz braucht. Und er will dafür sorgen, dass die Landesmedien als Aufsicht gefragt sind. Seine grobe Faustregel: „Was aussieht wie Rundfunk, und sich bewegt wie Rundfunk, ist Rundfunk.“ Ein Angebot wie Bild.de, das stark auf bewegte, auch live gesendete Bilder setzt, könnte Rundfunk sein, sagt Schmid.“

 

(Michael Hanfeld, faz.net, 28.3.2017, online)

Zitiert: Fehlende Transparenz bei ARD und ZDF

„Es ist weiterhin unklar, wie viel der deutschen Rundfunkbeitragsgelder ins Programm fließen und wie viel in Verwaltung und Pensionsrückstellungen, wie viele Millionen Euro die Experten bei Sportübertragungen für wenige Stunden Arbeit erhalten und warum rechercheintensive Dokumentationen nicht ins Schaufenster der Primetime gestellt werden.“

Lutz Hachmeister, Till Wäscher: Die deutsche Medienindustrie löst sich auf. In: Funkkorrespondenz 2-3/2017, S. 11; Nachdruck des Einleitungskapitel von: Lutz Hachmeister, Till Wäscher: Wer beherrscht die Medien. Verlag Herbert von Halem)

Zitiert: Ohne Privatsphäre keine Kreativität

„Die Privatsphäre ist der Raum, in dem Kreativität und der Wille zur wirtschaftlichen Entfaltung produktiv werden kann. Der Schutz dieses Raumes ist die Voraussetzung der Teilhabe einer breiten Bevölkerungsschicht an einer funktionierenden sozialen Marktwirtschaft. Falls die Privatsphäre von Personen aufgelöst wird, gibt es keine eigenständige wirtschaftliche Entwicklung mehr. Ein Gemeinwesen wird so in der Wurzel zerstört.“

 

Werner Meixner, sueddeutsche.de, 1.1.2017 (online)