Dokumentiert: Bündelung von TV-Kanälen in der Kritik

Seit langem schon stehen weite Teile der amerikanischen Bevölkerung auf Kriegsfuß mit der Praxis der Kabelfernsehanbieter, den Empfang von TV-Kanälen nur in Form von Paketen anzubieten. Wer ein ihn interessierendes Kabelprogramm abonnieren will, muss gleich ein ganzes Paket von Sendern beziehen – Einzelabonnements gibt es nicht. Der republikanische Senator und ehemalige Präsidentschaftskandidat John McCain hält für diese Praxis einen markanten Vergleich bereit: „Es ist, als ob ein Restaurantkunde für das ganze Menü bezahlen müsste, um das eine Gericht zu bekommen, das er gerne essen möchte.“

 

McCain hat seine Argumentation gegen die Praxis der Bündelung von Kabelfernsehkanälen nicht bei schönen Worten belassen. Ende Mai 2013 trug er seine Meinung auch dem „Subcommittee on Communications“ im US-Parlament vor und er brachte zudem eine Gesetzesvorlage ein, die Weichen stellen soll, um eine Fortsetzung der von vielen kritisierten Praxis zu verhindern. Weiterlesen Dokumentiert: Bündelung von TV-Kanälen in der Kritik

Rundfunkbeitrag (VIII): Viele Vorschläge, wie man die Mehreinnahmen aus dem Rundfunkbeitrag verwenden soll

Am 11. Dezember berichtete das Medienmagazin ZAPP des NDR darüber, dass es einen Streit darüber gibt, wie die Mehreinnahmen aus dem Rundfunkbeitrag genutzt werden sollen. Dabei kamen auch Beitragszahlerinnen und –zahler zu Wort. Sie wünschte sich vor allem ein werbefreies Programm.


Am 19. Dezember berichtete u.a. digtalfernsehen.de über eine repräsentative Umfrage von TNS Emnid, nach der nur 44 Prozent der Befragten dafür sind, die Mehreinnahmen zu nutzen, um den Rundfunkbeitrag zu senken.  Etwa jeder Dritte würde den Milliardenüberschuss aus dem neuen Rundfunkbeitrag lieber in das Programm von ARD und ZDF stecken. 17 Prozent sprachen sich für weniger Werbung in den öffentlich-rechtlichen Sendern aus.

 

Die Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR) forderte laut epd in einem Brief an die Chefin der rheinlandpfälzischen Staatskanzlei, Jacqueline Kraege, eine  Werberegulierung im ARD-Hörfunk nach dem Vorbild des NDR-Staatsvertrags. (Der NDR darf in einem Radioprogramm werktäglich 60 Minuten Werbung senden. In der Praxis habe sich gezeigt.)

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Zitat: Fernsehsender sind mehr als reine Fernsehkonzerne

  Die technische Entwicklung der vergangenen Jahre hat ohnehin dazu geführt, dass die Sender längst mehr sind als reine Fernsehkonzerne, wie Rüdiger Böss, der für die Pro Sieben Sat 1 Media AG die internationalen Märkte nach interessanten Filmen und Serien durchforstet, beschreibt:…

Zitat: Braucht es in Zukunft ein öffentlich-rechtliches Youtube?

Doch im Prinzip wäre ein öffentlich-rechtliches Youtube die Zukunft, sagt Markus Hündgen, Veranstalter des Deutschen Webvideo-Preises. Bewegtbild ohne Fernseher, ohne den Staub des Linearen. Er sagt: „Journalismus und Bildung sind weiße Flecken auf der deutschen Webvideo-Landkarte.“

Es fehle an Videos mit journalistischen, edukativen Inhalten. Die hätten dann auch nichts zu tun mit Youtubern, die „vermeintlich hippe Fließbandware über die Kanäle schieben“. Da gebe es für die Öffentlich-Rechtlichen eine Lücke – wenn sie sie denn nutzen dürften.


Julia Neumann, taz, 28.12.2013

 

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Wie PR-Firmen Themen setzen: Sharenting

 

Frank Patalong beschreibt auf SpOn am Beispiel des Sharenting,wie R-Themen in den Medien landen. Redaktionelle Kürzungen würden die Anfälligkeit von Medien für werbliche Botschaften steigern. „PR-Agenturen ködern Medien mit Trends oder liefern Artikel gleich fertig an.“

 

Für Medien ist eine neue, griffige Bezeichnung wie Sharenting, „mit der man einen Trend, der zu allem Überfluss noch tatsächlich alles andere als unproblematisch ist, publikumswirksam geißeln kann, die beste aller Steilvorlagen.“