Zitiert: Deutsche Digital-Debatten werden zu oberflächlich und unterkomplex geführt

Deutsche Digital-Debatten neigen zum Zerfasern, weil sie aus jeweils weiteren Sub-Debatten bestehen, in denen komplexe Fragen eigentlich gründlich abgewogen werden müssten. Und werden dafür zu oberflächlich und unterkomplex geführt. Was natürlich wiederum vor allem an triggernden Plattformen und Geschäftsinteressen der dahinterstehenden Konzerne liegt…

Immerhin kann kein großer Schaden entstehen, weil in EU-Europa und zumal Deutschland sowieso wenig Spielraum für wirksame Internet-Gesetze bestünde. Selbst wenn Bundesregierung und Bundesländer sich einigen würden, besäße EU-Recht Vorrang.

Christian Bartels, MDR Altpapier, 01.04.2026 (online)

Zitiert: Frauenfeindliche Medieninhalte tragen dazu bei, den geringeren gesellschaftlichen Status der Frauen aufrecht zu erhalten

Misogyne – also frauenfeindliche – Darstellungen, etwa in sozialen Medien, Videospielen oder im Fernsehen, führen zu einer erhöhten Feindseligkeit gegenüber Frauen. Bei Männern und allgemein jungen Erwachsenen ist dieser Effekt am stärksten, gilt jedoch auch für Frauen. Zu diesen Ergebnissen kommt ein…

Zitiert: Milliardeninvestitionen aus Europa fließen in Palantir

Deutsche Banken, Versicherungen und Vermögensverwalter halten jede Menge Palantir-Aktien. Trotz immer lauterer menschenrechtlicher Bedenken erhöhten sich die großen Investitionen zwischen 2024 und 2025 deutlich. Europaweit sind es mindestens 27 Milliarden US-Dollar, wie eine internationale Recherche zeigt.

Anna Biselli, netzpolitik.org, 01.04.2026 (online)

Zitiert: Journalistisches Handwerk und Menschenfreundlichkeit

Die Bedeutung präziser Recherche ist gleichgeblieben, während das Tempo, in dem wir uns Kritik stellen müssen, zugenommen hat. Und weil diese Kritik – auch mir persönlich gegenüber – unverschämter, bodenloser, kampagnenartiger geworden ist, erfordert es womöglich ein dickeres Fell als früher. Es sollte allerdings nicht so dick sein, keine Emotionen mehr an sich ranzulassen. […]

Journalistisches Handwerk ist unerlässlich, Menschenfreundlichkeit aber auch.

Georg Restle, dwdl.de, 26.03.2026 (online)

Zitiert: Einsamkeit hat natürlich eine politische Dimension

Das Einsamkeitsrisiko wird stark von äußeren Rahmenbedingungen beeinflusst, etwa bei Armut oder Krankheit. Die Folgen erreichen die gesamte Gesellschaft, zum Beispiel im Gesundheitssystem. Und es gibt Hinweise darauf, dass chronisch einsame Menschen anfälliger dafür sind, sich zu radikalisieren, Verschwörungserzählungen zu glauben oder sich komplett zurückzuziehen. Unsere Demokratie basiert ja darauf, dass wir uns für das Allgemeinwohl einbringen und ein Mindestmaß an Vertrauen haben, untereinander, aber auch gegenüber den Institutionen. Einsamkeit kann das unterminieren.

Maike Luhmann, sueddeutsche.de, 29.03.2026 (online)