Zitiert: Soziale Medien als eine wunderbare Bereicherung

Ich bin skeptisch bei den aktuellen Debatten über ein Social-Media-Verbot für Jugendliche. Ja, wer sehr viel Zeit am Handy verbringt, ist tendenziell wahrscheinlich einsamer. Aber selbst da ist nicht ganz klar, was Ursache und was Folge ist. Viele Menschen nutzen Social Media vielleicht gerade, um ihrer Einsamkeit zu entkommen. In der Breite, auch bei Jugendlichen, ist der nachweisbare Zusammenhang zwischen Social-Media-Nutzung und Einsamkeit sehr schwach. Wenn man eingeschränkt, krank und weniger mobil ist, können die sozialen Medien eine wunderbare Bereicherung sein.

Maike Luhmann, sueddeutsche.de, 29.03.2026 (online)

Zitiert: ZDF übernimmt Sanktionen der Trump-Regierung

Wer als Talkshow-Gast oder Experte an einer ZDF-Sendung teilnimmt, bekommt vom Sender einen „Mitwirkendenvertrag“. Und seit Kurzem mit etwas Pech zusätzlich eine „Anlage zu den Sanktionsbestimmungen“. Es ist die Art Kleingedrucktes, das man höchstens überfliegt, bevor man es akzeptiert. Dabei ist der…

Zitiert: Das Strafrecht ist der härtere juristische Hammer

In Wirklichkeit war es nur eine Frage der Zeit. Nämlich: Wann ein Fall so erschütternd ist, dass die Öffentlichkeit gezwungen wird, über geschlechtsspezifische Gewalt durch KI zu sprechen. Denn das Problem gibt es seit Jahren. Die Warnungen von Expert:innen gibt es seit…

Zitiert: „Scheinöffentlichkeit“ als Grund für die Ressentiments gegen Journalisten im Osten

Die in den Zehner Jahren stärker und lauter werdenden Ressentiments gegen Journalisten und Medien im Osten erklärte Kluge so: Die von westlichen Verlagen nach der Wiedervereinigung übernommenen Zeitungen und der 1992 neu gegründete MDR hätten eine „Scheinöffentlichkeit“ gesetzt „auf die Scheinöffentlichkeit der DDR“. Die Menschen in seiner Heimatstadt Halberstadt hörten „ganz genau, was Propaganda ist“, sagte Kluge: „Diese Leute fühlen sich durch keine Zeitung vertreten.“

Diemut Roether, epd medien, 27.03.2026 (online)