Zitiert: Seitenwechsler nähren Verdacht

In den vergangenen Jahren sind eine ganze Reihe von Journalistinnen und Journalisten auf die Regierungsseite gewechselt. Gut ist das nicht. Es nährt den Verdacht, dass die ohnehin nicht allzu große Distanz zwischen Berichterstattern und Politikern immer kleiner wird. Bei Kornelius kommt noch erschwerend hinzu, dass sein Ehrgeiz in der Vergangenheit ohnehin nur sehr eingeschränkt war, sich von den Institutionen des Politikbetriebs abzugrenzen. Schon 2014 kritisierte eine Studie des Wissenschaftlers Uwe Krüger die Vernetzung von Journalisten mit Thinktanks. Ein Paradebeispiel dafür war Kornelius.

Markus Wiegand, kress.de, 06.06.2025 (online)

Zitiert: Das Franchise-Kino braucht keine Film-Kritiker

A. O. Scott, damals leitender Filmkritiker der New York Times, erklärte vor zwei Jahren, er werde nicht mehr über Filme schreiben. Das Franchise-Kino erzeuge als Zuschauertyp den Fan, und Fans brauchten keine Kritiker. Sie interessierten sich vielmehr für Leute, die ihnen „Fan…

Zitiert: Es ist nicht unsere Aufgabe, Meinungen zu beeinflussen, sondern Meinungsbildung möglich zu machen

Als ARD-Vorsitzender und Grundgesetz-Ultra werde ich nicht müde, das Gründungsversprechen der ARD zu wiederholen, nämlich, dass die ARD ein entscheidendes Element für die Entwicklung unserer demokratischen Gesellschaft war, ein föderaler Gegenentwurf zum gleichgeschalteten Propagandafunk der Nationalsozialisten, ein Stabilisierungsfaktor beim Aufbau der Bundesrepublik…

Zitiert: Kein Lerneffekt bei der ARD?

Bemerkenswert ist, was Wellmer über den Umgang mit der AfD sagt: Es gebe keine Richtlinie dazu. Man werde auch über diese Partei genauso berichten wie über die anderen, viele würden sie ja wählen, das könne man nicht ausblenden. Sollte es bei der ARD nach den missratenen Talks etwa von Caren Miosga mit Alice Weidel und Tino Chrupalla wirklich keinen Lerneffekt gegeben haben? Und will die ARD tatsächlich rechtsextremistische Verfassungsfeinde genauso behandeln wie verfassungskonforme Parteien?

Oliver Reinhard, saechsische.de, 28.05.2025 (online)

Journalismus-Förderung durch Landesmedienanstalten

In Niedersachsen gibt es erstmals eine Förderung von Qualitätsjournalismus aus Steuergeldern des Bundeslandes. In einer ersten Förderrunde hat die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) jüngst Gelder vergeben. 19 Medienunternehmen erhielten insgesamt rund 53.000 Euro, wie die NLM mitteilte. Damit werden nun Projekte zur Aus- und Fortbildung finanziell unterstützt. Doch wie sieht es in den anderen Ländern aus?

Volker Nünning, M, 03.06.2025 (online)